Pakt der Wölfe ist ein französischer Film von Regisseur Christophe Gans aus dem Jahr 2001 mit Vincent Cassel, Monica Bellucci und Mark Dacascos. Der Film Pakt der Wölfe beruht auf einer wahren Geschichte, die sich zwischen 1764 und 1768 in Gévaudan (Südfrankreich) zugetragen hat. Die Geschichte handelt von dem Mythos der Bestie vom Gévaudan, der rund hundert Menschen auf grausame Weise zum Opfer fielen. Die Umstände wurden nie richtig aufgeklärt.
Inhalt
Als die französische Revolution in vollem Gange ist, schreibt der inzwischen alte Thomas d'Apcher seine Memoiren. 1776 wird der Naturwissenschaftler Grégoire de Fronsac von König Ludwig dem XV. nach Gévaudan, damit dieser die Bestie erlegt und nach Paris bringt. Begleitet wird er von dem Irokesen Mani, den er in Amerika kennen lernte. Zusätzlich wird er von Thomas d'Apcher unterstützt, einem jungen Aristokraten. Zunächst befragt er die Opfer der Bestie, die überlebt haben und kommt so zu dem Schluss, dass die Bestie kein normaler Wolf sein kann und auch kein anderes Tier. In der Leiche eines Opfers, das er untersucht, findet er einen metallenen Zahn, einen weiteren Hinweis darauf, dass es sich um kein normales Tier handelt. Selbst kann er die Bestie jedoch nicht stellen. Gleichzeitig lernt er die Familie Morangias kennen und verliebt sich in die Tochter, Marianne, die ihm gegenüber jedoch sehr zurückhaltend ist.
Ihr Bruder steht dem Wissenschaftler ablehnend gegenüber, genauso der Priester der Gemeinde, Henri Sardis, jedoch ohne genauen Grund. Schließlich kommt es zu der „größten Treibjagd, die je im Königreich Frankreich ausgerichtet wurde“. Dabei wird eine große Zahl von Wölfen erlegt, da man allgemein immer noch davon ausgeht, dass es sich um ein wolfsartiges Geschöpf handelt. Die Bestie wird dagegen nicht getötet, da das Morden weitergeht. Aufgrund dessen wird der bisherige Befehlshaber mit seinen Soldaten zurück zu seinem Regiment geschickt und an seiner Stelle kommt Beauteme, ein Mann aus der Garde des Königs. Nun passiert ein weiterer Angriff und ein überlebendes Mädchen berichtet, dass ein Mann bei der Bestie war. Dies wird jedoch von Priester Sardis als Unsinn abgetan. Fronsac bekommt von ihm den Befehl, einen Wolf so zu präparieren, dass er aussieht wie eine mögliche Bestie. Diese soll nach Paris gebracht und so der Ruf des Königs wiederhergestellt werden. Widerwillig beugt er sich und geht mit nach Paris, wo ihm verboten wird, je wieder nach Gévaudan zurückzukehren, denn niemand soll davon erfahren, dass nicht die echte Bestie getötet wurde.
Zusätzlich bekommt er das Angebot, nach Afrika zu reisen, ein langgehegter Wunsch von ihm. Am Tag der Abreise schafft es d’Apcheer ihn jedoch aufzuhalten, dabei hilft ihm ein Brief von Marianne, in dem sie ihm vermutlich ihre Liebe gesteht. Zurück in Gévaudan begeben sich Fronsac, Mani und d’Apcher erneut auf die Jagd, doch diesmal bringt Mani die Wölfe des Waldes dazu, ihnen die Bestie zu bringen. Dies geschieht, und die drei Männer versuchen sie in einer Schlucht zu überwältigen, doch es gelingt ihnen nicht und die Bestie entkommt. Mani folgt den Spuren der verwundeten Bestie und entdeckt eine Höhle voller Kreuze, in der auch die Bestie gehalten wird. Jedoch wird er von den Menschen, die dem Herrn der Bestie dienen, getötet. Fronsac, blind vor Wut, beginnt Rache zu nehmen und sucht das Hauptquartier der Bestien-Anhänger auf, wo er viele davon tötet. Jedoch kehrt er nach Hause zurück, um Mani zu bestatten. Dort stellt sich heraus, dass der Priester Sadis, die ganze Zeit wusste, dass die Bestie von einem Menschen befehligt wurde.
Anschließend wird er verhaftet, da er trotz Verbot nach Gévaudan zurückkehrte. Jedoch rettet ihn die Kurtisane Sylvia, die er zeitweilig besuchte und, die, wie sich später herausstellt, eine Spionin des Papstes ist. Aus dem Gefängnis gerettet indem sie seinen Tod vortäuscht. Von ihr erfährt er, dass die Bestie vom „Pakt der Wölfe“ befehligt wurde, eine Organisation, deren alleiniges Ziel es ist, das Wort Gottes zu verkünden und ein neues Frankreich zu erschaffen. In einem Szenenwechsel sieht man Marianne und ihren Bruder Jean-François, der, wie sich nun herausstellt, in sie verliebt und auch wahnsinnig ist. Da sie ihn zurückweißt, dreht er durch und verwundet seine Schwester schwer. In dieser Szene kann man auch erkennen, dass Jean-François der Meister der Bestie ist. Fronsac greift den Pakt während einer Versammlung ein zweites Mal an, diesmal jedoch in Begleitung von Soldaten, die die Mitglieder sogleich verhaften.
Dennoch kommt es zum finalen Kampf zwischen Fronsac und Jean-François, in dem Jean-François stirbt. Als Fronsac nach Hause zurückkehrt, erfährt, dass Marianne im Sterben liegt. Jedoch kann er sie durch ein Heilmittel, das er von Mani hat, retten und lebt mit ihr glücklich zusammen. Vom Pfleger der Bestie erfährt Fronsac noch, dass die Bestie ein Junges einer seltsamen Kreatur aus Afrika ist, das in einer Rüstung steckt, die es so grauenvoll aussehen lässt und unverwundbar macht. Jean-François trainierte das Tier gezielt darauf, so grausam zu sein.
Besonderheit
Pakt der Wölfe ist einer der wenigen französischen Filme, die auch in den Vereinigten Staaten erfolgreich waren. Das liegt zum Teil daran, dass der Film für ein breites Publikum gemacht ist und nicht zu dem sonst in Frankreich vorherrschenden Autorenkino gehört. Nicht nur das Thema des Films beruht auf einer wahren Begebenheit, auch die Mehrheit der im Film handelnden Personen. Beauterne und Duhamel sind sehr exakt ihren historischen Vorbildern angelehnt. Fronsac hingegen ist nicht so einfach zuzuordnen und basiert vermutlich auf dem Naturwissenschaftler Comte (Graf) de Buffon, der ebenfalls sehr wortgewandt, jedoch nie in Amerika war.
Filmdaten
Deutscher Titel: Pakt der Wölfe
Originaltitel: Le Pacte des Loups
Produktionsland: Frankreich
Erscheinungsjahr: 2001
Länge: 137 Minuten
Originalsprache: Französisch
Altersfreigabe: FSK 16
Regie:
Christophe Gans
Drehbuch:
Stéphane Cabel, Christophe Gans Produktion: Richard Granpierre, Samuel Hadida
Musik:
Joseph LoDuca
Kamera:
Dan Laustsen Schnitt: Xavier Loutreuil, Sébastien Prangère, David Wu
Besetzung:
* Samuel Le Bihan: Grégoire de Fronsac
* Vincent Cassel: Jean-François de Morangias
* Émilie Dequenne: Marianne de Morangias
* Monica Bellucci: Sylvia
* Jérémie Renier: junger Thomas d'Apcher
* Mark Dacascos: Mani
* Jean Yanne: Le Comte de Morangias
* Edith Scob: La Comtesse de Morangias
* Jean-François Stévenin: Henri Sardis
* Bernard Fresson: Mercier
* Jacques Perrin: gealterter Thomas d'Apcher