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  Krieg der Welten
 
Der US-amerikanische Kinofilm Krieg der Welten (2005) basiert auf dem gleichnamigen Roman von H. G. Wells. Unter der Regie von Steven Spielberg agieren die Schauspieler Tom Cruise, Dakota Fanning und Tim Robbins. In Deutschland sahen den Film mehr als 2,7 Mio. Kinozuschauer. Der Film wurde für die Oscarverleihung 2006 in den Kategorien „Bester Tonschnitt“, „Beste Tonabmischung“ und „Beste visuelle Effekte“ nominiert. In Anlehnung an das Buch von 1898 wurde bereits 1938 ein Radiohörspiel von Orson Welles gesendet, in dem die Panik und Emotionen der Menschen sehr authentisch vermittelt wurden. Steven Spielberg konnte das Original-Script des Drehbuchautors (Howard Koch) des Hörspiels erwerben. Schon 1953 wurde ein Film unter dem Titel Kampf der Welten von Byron Haskin inszeniert, von dem Spielberg zentrale Passagen und Motive übernimmt, so dass Krieg der Welten neben der Literatur-Adaption auch als Neuverfilmung von Kampf der Welten bezeichnet werden kann.



Handlung
Die Menschheit wird seit langer Zeit von einer außerirdischen Lebensform beobachtet, die ihr technologisch weit überlegen ist. Das Motiv: die minutiöse Planung einer Invasion der Erde. Währenddessen geht der Alltag der ahnungslosen Menschen auf unserem Planeten seinen gewohnten Gang. Die Geschichte dreht sich um die getrennte Familie der Ferriers. Ray Ferrier, ein Kranführer im Containerhafen von New Jersey, Vater eines jugendlichen Sohnes und einer kleinen Tochter, hat mit langen Arbeitszeiten, wirtschaftlichen Problemen und der Trennung von seiner Frau, die einen neuen Partner hat, viel Ärger am Hals. Gerade als er seine Kinder für ein Wochenende zu sich genommen hat, taucht am helllichten Tag nach einer Serie seltsamer Blitzeinschläge eine riesige, hochentwickelte dreibeinige Kampfmaschine aus dem Erdboden auf und beginnt sofort damit, die Menschen mit Strahlenkanonen gleichsam zu pulverisieren und die Umgebung in Schutt und Asche zu legen. Ray flüchtet mit seinen Kindern aus der Stadt; zunächst ins Haus seiner Frau und ihres neuen Partners, wo er diese vermutet. Als er sie dort nicht antrifft, entschließt er sich, die Nacht im Keller abzuwarten. Nach einiger Zeit gehen auch hier Blitze nieder und bringen ein Flugzeug zum Absturz. Es stürzt genau auf das Haus, in dem sich die Ferriers aufhalten. Im Keller kommen sie mit dem Schrecken davon. Von einem angerückten Journalistenteam, welches das Wrack nach Nützlichem durchsucht, erfährt Ray, dass es sich bei den Aggressoren um Außerirdische handelt, die auf der ganzen Welt erschienen sind und überall mit der Zerstörung der Städte begonnen und dabei fast alles lahmgelegt haben, was Elektrizität verlangt, neben fast allen Autos auch Radio und Fernsehen. Sie bedienen die Kampfmaschinen. Durch die Blitze sind sie in kleinen Kapseln in die Maschinen gelangt, die sie schon vor langer Zeit in der Erde vergraben hatten.

Tatsächlich tauchen auch hier weitere Kampfmaschinen auf. Auf der Flucht vor ihnen werden die Ferriers Zeuge, wie einige Tripoden Menschen nicht gleich töten, sondern in Massen „aufsammeln“. Die Armee rückt an, um die Dreibeiner zu bekämpfen. Bei einer solchen Schlacht trennt sich Rays Sohn nach einem Streit von seinem Vater, weil er sich unbedingt den Soldaten anschließen will. Das Militär kann den Vormarsch der Kampfmaschinen nur verzögern, da die Außerirdischen über energetische Schutzschilde verfügen. So beschränkt es sich darauf, den Abzug möglichst vieler Flüchtlinge in noch nicht eroberte Gebiete so gut es geht zu ermöglichen. Ray und seine Tochter finden im Bereich dieser Front Unterschlupf im Keller eines zerstörten Hauses bei dem Rettungswagenfahrer Ogilvy, der sich dort verschanzt hat und zunehmend den Verstand verliert. Das Gebiet um das Haus wird im Verlauf der Nacht von den Kampfmaschinen erobert. Aus dem Keller beobachten die beiden Männer, wie die Invasoren mit dem Blut der eingefangenen Menschen nach und nach die Felder „düngen“, so dass eine seltsame rote Pflanze alles überwuchern kann. Nach einer Weile fährt eine Sondierungskamera der Außerirdischen an einem langen Schlauch durch den Keller, kann die sich immer wieder neu versteckenden Menschen aber nicht aufspüren. Anschließend wird der Keller von einer Gruppe Außerirdischer persönlich inspiziert, sie entdecken die Menschen aber nicht. Ray tötet kurz darauf Ogilvy, weil dieser sein panisches Geschrei nicht mehr zurückhalten kann und die Außerirdischen so wieder auf seine Fährte bringt. Etwas später wird Rays von den Erlebnissen zunehmend traumatisierte Tochter dennoch von den Außerirdischen entdeckt und gefangen. Auch Ray lässt sich nun fangen in der Hoffnung, seine Tochter retten zu können. Er gerät zu ihr in einen Käfig, aus dem die aufgesammelten Menschen nach und nach einzeln zum „Entsaften“ gegriffen werden. Es gelingt ihm, zwei Handgranaten im Inneren des Dreibeiners zu zünden und mit seiner Tochter und den anderen Menschen aus der dadurch zerstörten Maschine zu entkommen.

Die beiden machen sich nun nach Boston auf und erleben, wie die Kampfmaschinen dort ins Taumeln geraten und nach und nach zusammenbrechen. Ray entdeckt bei einer Kampfmaschine, die auftaucht, dass die Vögel sich auf sie setzen können und somit kein Schutzschild vorhanden sein kann. Dies teilt er den umstehenden Soldaten mit, die daraufhin die Maschine angreifen und sie zerstören können. Es stellt sich heraus, dass die Außerirdischen und ihre Pflanzen krank geworden sind, weil sie kein ausreichendes Immunsystem gegen die Bakterien unseres Planeten haben. Sie sterben und buchstäblich haben die kleinsten Bewohner der Welt diese gerettet. Kurz darauf trifft sich die ganze Familie bei den Großeltern wieder, und es zeigt sich, dass auch der Sohn den Krieg überlebt hat.

Hintergründe
Der Film wurde in außergewöhnlich kurzer Zeit fertiggestellt, zwischen Drehstart und Veröffentlichung lagen nur sieben Monate. Deshalb wurden die aufwändigen Actionszenen zuerst gefilmt, um die Computereffekte für diese Szenen rechtzeitig fertig stellen zu können. Die zerstörte Boeing 747, die Ray nach dem Angriff der Außerirdischen entdeckt, war tatsächlich echt: Das Studio konnte das alte, ausgemusterte Flugzeug billig erwerben, und danach so umbauen, dass es wie ein Wrack aussah. Eigenen Aussagen nach war Spielberg bei der Inszenierung und Visualisierung von Krieg der Welten stark vom 9/11-Trauma beeinflusst. Gene Barry und Ann Robinson, die Hauptdarsteller der Verfilmung Kampf der Welten aus dem Jahr 1953, übernahmen die Rollen der Großeltern. Alle Filmkritiker und Journalisten, die an den Pressevorführungen teilnahmen, mussten zuvor eine Erklärung unterschreiben, dass sie vor dem offiziellen Starttermin keinerlei Kritiken veröffentlichen werden, was in der Branche einen bislang einmaligen Vorgang darstellt. Dies ist insbesondere deshalb bemerkenswert, da ein positives Medienecho einem gelungenen Film meist hilft, mehr Besucher anzulocken und so kommerziell ein Erfolg zu werden. Bei einem Budget von 132 Millionen Dollar spielte der Film insgesamt 591,7 Millionen Dollar wieder ein. Er gehört damit zu den erfolgreichsten Filmen des Jahres 2005.

Filmdaten
Deutscher Titel: Krieg der Welten
Originaltitel: War of the Worlds
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2005
Länge: ca. 112 Minuten
Originalsprache: Englisch
Altersfreigabe: FSK 12

Regie:
Steven Spielberg

Drehbuch:
Josh Friedman, David Koepp

Produktion:
Kathleen Kennedy

Musik:

John Williams


Kamera:
Janusz Kaminski

Schnitt:
Michael Kahn

Besetzung
* Tom Cruise: Ray Ferrier

* Miranda Otto: Mary Ann Ferrier

* Dakota Fanning: Rachel Ferrier

* Tim Robbins: Ogilvy

* Justin Chatwin: Robbie Ferrier

* Morgan Freeman: Erzähler (Stimme)

* Rick Gonzalez : Vincent

* Lisa Ann Walter: Barkeeperin

* Amy Ryan: Nachbarin mit Kleinkind
 
   
 
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