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Ein großer Teil des im neuen Jahrhundert kommerziell wieder erfolgreichen Horrorfilms war von Hommagen und Remakes sowohl amerikanischer als auch asiatischer Filme geprägt. An amerikanischen Horrorfilmen wurden dabei vor allem die Filme der 70er und 80er Jahre wiederverwertet – Beispiele dafür sind Michael Bay’s Texas Chainsaw Massacre (2003) und The Hills Have Eyes (2006) von Alexandre Aja, der zuvor bereits durch den Slasherfilm High Tension (Haute Tension, 2001) bekannt wurde. George Romeros Dawn of the Dead von 1978 erfuhr gleich zwei Neufassungen: einmal in dem rasant inszenierten Remake von Zack Snyder, Dawn of the Dead (2004), das andere Mal in der Horror-Parodie Shaun of the Dead aus demselben Jahr. Der asiatische Horrorfilm fand durch den Videoverleih und amerikanische Remakes ein internationales Publikum. So wurden unter anderem erfolgreiche japanische Filmserien wie Ringu (1998) und Ju-on (2000) als Ring (2002) und The Grudge (2004) neu verfilmt.

Mit dem Zusammentreffen der beiden Figuren Freddy Krueger aus der Nightmare-Reihe und Jason Voorhees aus der Freitag der 13.-Reihe in dem Film Freddy vs. Jason (2003) wurden im Zeichen des Franchise zudem Filmreihen der 80er Jahre fortgesetzt. Auch die Halloween-Reihe wurde mit Halloween: Resurrection (2002) weiter am Leben erhalten. Fortgesetzt wurde auch die Tradition des Slasherfilms: Nachdem die für die Wiederbelebung des Genres verantwortliche Scream-Reihe mit Scream 3 (2000) abgeschlossen wurde, versetzten zahlreiche Filme, etwa Wrong Turn (2003), wieder Teenager in Todesgefahr. Am Stil der 70er und 80er orientierten sich ultraharte Filmemacher wie Rob Zombie, James Wan, Eli Roth und unter anderem auch Leigh Whannell mit Filmen wie Haus der 1000 Leichen (2003), Saw (2004) oder Hostel (2005). Die Prognosen Michael Hanekes dürften sich insofern bewahrheitet haben (Funny Games, Ö 1997).

Mit dem bereits 1999 gedrehten The Sixth Sense und The Others (2001) wurde aber auch der Geisterfilm neu belebt. Neben dem vielbeachteten Remake von Dawn of the Dead ging das neue Jahrtausend außerdem mit weiteren erfolgreichen Zombiefilmen einher: 28 Days Later (2002) und die Videospielverfilmung Resident Evil (2002) brachten den Zombiefilm wieder an die Spitzen der Kinocharts. „Altmeister“ George A. Romero setzte 2005 seine Zombie-Reihe mit dem Film Land of the Dead fort, der die Untoten hier als intelligente und mit Bewusstsein begabte Akteure inszeniert, die als Ausgestoßene einen revolutionären Kreuzzug in eine der Metropolen der überlebenden, hinter Stacheldraht verbarrikadierten Menschen unternehmen.
 
   
 
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